Als Abschluss des 500 Jahr Jubiläums und der Renovierung unserer Pfarrkirche   unternahmen 26 Pilgerinnen und Pilger hauptsächlich aus  dem Seelsorgeraum Haiming eine Wallfahrt nach Bad Münstereifel in der Nähe von Köln um die Stiftskirche Bad Münstereifel mit dem Reliquienschrein unserer Kirchenpatrone Chrysantus und Daria zu besuchen.

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Hier  ein  Reisebericht über unsere Wallfahrt:

 

                    Jubiläumswallfahrt nach Bad Münstereifel

 

Am 16. November um zwanzig nach sechs ging es in Haiming los,
mit dem Ötztaler Bus und Fahrer Josef, alle waren pünktlich und das war famos.
Wir waren nur 26 Personen, die Pilgergruppe war klein,
davon 2 Priester  der Volodymyr und der Camillus wollten uns auf unserer Reise betreun.

Bei der Kirche in Ötztal Bahnhof sind noch die Helga und der Vinzenz zugestiegen
und nach einem Zwischenstop bei der ÖVG und einer Umkehr in Roppen bei Eigls Grill wars dann wirklich soweit, war ja nicht schlimm, die Wallfahrer haben ja Zeit.
Bei der ersten Rast Frühstück in der Kunstraststätte Illertal hätte man zu Gerlinde und mir beinahe gesagt ade, aber durch Uschi und Werner war gleich alles wieder okay.

Nach zwei weiteren Pausen fürs Trinken, Essen, für die Raucher und auch fürs Clo
waren wir am späteren Nachmittag endlich am Ziel und waren froh.

In Bad Münstereifel gings dann in das Hotel Wolfsschlucht mit Namen
in dem wir alle unsere Märchenzimmer bekamen.

Die Gerlinde und ich waren im Dornröschenzimmer daheim
und schliefen in einem richtigen Himmelbett ganz fein.

Den beiden Marias hatte es das Wasserbett angetan
und die Elfi wartet im Froschkönigszimmer auf den Prinzen sodann.

Mit dem Hotel hatten die Organisatoren eine gute Wahl getroffen,
ganz zentral gelegen und auch das Essen war gut und reichlich,
da blieben keine Wünsche offen.

Sogar glutenfrei haben sie gecheckt und somit war es auch für Gabi perfekt.
In der Früh von Tag 2 waren alle zum Frühstück da, nur der Roman schlief noch tief und fest,
erst der Franz hat ihn dann wach bekommen und wir haben ihn in die Stiftskirche zur Messe mitgenommen.

Die Messe in der Stiftskirche war feierlich und schön, das konnte man nicht nur an den roten Messkleidern sehn.
Die Predigt hat Volodymyr gut getroffen, ist bei jedem was hängen geblieben, wollen wir hoffen.
Er hatte auch ein eigenes Gebet für unsere Kirchenpatrone geschrieben
wir beteten es gemeinsam und innig, ist nicht übertrieben.

Um 10.00 Uhr wartete schon unser Fahrer Josef mit Bus, weil er uns ja nach Aachen bringen muss.
Der Dom in Aachen prunkvoll und schön im ersten Stock konnte man den schlichten Thron,
auf dem 30 deutsche Könige gekrönt wurden, sehn.

Die Bauweise im Dom mit 8 Ecken hat das Oktogan, fand sogar in der Kuppel und im Luster Fortsetzung dann.
Erwähnenswert noch der Karlsschrein und der Marienschrein mit den  heiligen Tüchern drein. (Kleid Marias, Windel Jesu, Lendentuch Christi und Enthauptungstuch von Johannes dem Täufer).

Am 3. Tag Frühstück bereits um sieben, im 3. Stock die Elfi den Roman wecken will,
der sitzt aber schon zeitig beim Frühstück ganz still.

Wir gingen dann in die Stiftskirche, die Messe war um halb neun,
anschließend konnten wir bei einer Kirchenführung alles nehmen in Augenschein.

Dem Märtyrerpaar Chrysanthus und Daria ist die Kirche geweiht
und außer den Gebeinen der beiden im Grabraum der Krypta im Schrein

findet man eingravierte Darstellungen der beiden bereits beim Eingang
an der gläsernen Flügeltür sowie zwei große Statuen im Altarraum drein.

Wir haben noch einmal unser Gebet gesprochen und es war schön, man konnte ganz beeindruckt von unseren Kirchenpatronen nach Hause gehn.                               

Anschließend fuhren wir nach Köln zum Dom, eisiger Wind erwartete uns schon.
Wir sind dann in den Dom gegangen und haben Kerzen angezündet für unsere Lieben
haben  Karten gekauft und ein paar auch geschrieben.

Dann gingen wir in ein Brauhaus der Flammkuchen hat gut geschmeckt,
die kalte Blutwurst als Jause war weniger perfekt.
Damit man mitreden kann haben wir ein „Kölsch“ getrunken,
dann war Zeit für die Führung, Peter hat schon vor dem Domforum gewunken.

Mit der Führung wurde am Domplatz begonnen
und dass die Türme mit 157 m Höhe den Dom zur 2. höchsten Kirche Deutschlands
(höchste ist der Ulmer Münster) und zur dritthöchsten der Welt machen
haben wir mit Erstaunen vernommen.
Außerdem steht am Domplatz das Modell der Domturmspitzen die Kreuzblume genannt,
mit 10 m Höhe wirklich ganz markant.

Im Inneren des Domes gab es sehr viel zu sehn,
ganz besonders fanden wir die vielen bunten Fenster wunderschön.

Vor 10 Jahren kam noch das Richterfenster dazu, nach dem Künstler benannt,
tausende Quadrate in 72 Farben sind mittlerweile tausenden Besuchern bekannt.

In einem prachtvollen goldenen Schrein, ruht von den Heiligen Drei Königen das Gebein.
Der Josef kann es zwar fast nicht glauben, dass die Könige zusammen in der Wüste gefunden sind worden, kamen sie doch aus allen Himmelsrichtungen, Osten Süden und Norden.

Außerdem wäre noch zu erwähnen, dass zwei Orgeln akustisch den Dom verschönen.
Eine Orgel hoch oben mit dem Lift zu erreichen, da braucht der Orgelspieler nicht nur spielerisches Können, sondern vermutlich muss er sich auch schwindelfrei nennen.

Gott sei Dank hatten wir bei dieser Kälte Abfahrt um 16.00 Uhr, das reichte noch für                                      
Kaffee und Kuchen, eine tolle Konditorei am Domplatz wir brauchten nicht lange zu suchen.

Mit dem Bus fuhren wir dann in unsere Stadt und jeder noch was zu erledigen hat.
Weder in Aachen noch in Köln haben wir größere Geschäfte gesehn,
da mussten wir abends noch schnell in Münstereifel ins Outlet zum Gerry Weber gehn.
Somit war gestillt auch unsere Kaufeslust und wir schritten zum letzten Abendessen, ganz ohne Frust.

Gut ausgeschlafen hatten wir am Sonntag Frühstück bereits um sieben, danach Schlüsselabgabe und die Koffer verladen, weil wir um 9.00 Uhr noch in Kirspenich einen Gottesdienst haben.

War ein netter Abschluss und es war schön, jetzt konnte es dann heimwärts gehn.
Mittags noch eine Einkehr in Worms an der Autobahn im Rasthaus Wonnegau, da hat jeder etwas gefunden und wir fuhren dann weiter die letzten Runden.

Im Bus hat die Maria dem Volodymyr und dem Camillus ein Dankeskartl geschrieben und zum Unterschreiben herumgereicht und der Werner hat es später mit netten Worten überreicht.

Die Heimfahrt verlief dann ruhig und nett, wenn es doch am Fernpass nicht Neuschnee hätt.
Das hat der Josef aber gut gemacht und wir wurden sicher nach Hause gebracht.

Dem Volodymyr und dem Camillus möchte ich im Namen aller danke sagen, für die gute Organisation und die fürsorgliche Betreuung an allen vier Tagen.

Ich glaube unsere Wallfahrt war wirklich schön und vielleicht gibt es bei einer anderen Reise einmal ein Wiedersehn.

Auch ich hatte mit meiner Begleiterin Glück, sage auch ihr danke und denke gerne an die Reise zurück.

 

Haiming, am 5. Dezember 2017                                           Anita Zumtobel